Dialogrunde Brustkrebs am 26.Oktober 2016 in Stuttgart

Eine Veranstaltung von Pfizer und Brustkrebs Deutschland e.V. in Kooperation mit Mamma Mia! – Das Brustkrebsmagazin und der Ärzte Zeitung

Mit Unterstützung des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V.

Leben mit metastasiertem Brustkrebs

Mit der Diagnose Brustkrebs werden laut Robert Koch-Institut jährlich mehr als 70.000 Frauen in Deutschland konfrontiert. Wenn der Tumor frühzeitig entdeckt wird, sind die Aussichten auf eine Heilung relativ gut. Was in der Öffentlichkeit jedoch weitgehend unbekannt ist: Bei jeder dritten Brustkrebspatientin tritt die Erkrankung nach einigen Jahren wieder auf, schreitet fort und es bilden sich Metastasen. In einem fortgeschrittenen Stadium ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich. Die Behandlung zielt dann darauf ab, die Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu erhalten und das Überleben zu verlängern.

v.l.n.r. Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V., Eva Schumacher-Wulf, Herausgeberin von „Mamma Mia!“, Carl Janssen, Pfizer Oncology Lead Deutschland, Petra Krebs, MdL, Sprecherin für Gesundheits-, Senior*innen- und Pflegepolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Baden-Württemberg, Wolfgang van den Bergh, Chefredakteur Ärzte Zeitung, Renate Haidinger, 1. Vorsitzende Brustkrebs Deutschland e.V., Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm

Für betroffene Frauen ist es eine enorme Belastung, sich mit dem Tumor im Körper zu arrangieren. Wie kann den Patientinnen in der schwierigen Situation am besten geholfen werden? Diese Frage diskutierten am Mittwoch, den 26. Oktober 2016 Betroffene, Mediziner, Politiker, Journalisten und Vertreter der Wirtschaft bei der Dialogrunde Brustkrebs in Stuttgart. Die Dialogrunde ist eine gemeinsame Initiative des forschenden Arzneimittelherstellers Pfizer und von „Brustkrebs Deutschland e.V.“ in Kooperation mit „Mamma Mia! - Das Brustkrebsmagazin“ sowie der „Ärzte Zeitung“ und möchte auf die besondere Situation von Frauen mit metastasiertem Brustkrebs in der Öffentlichkeit aufmerksam machen.

„Für die Betroffenen bedeutet die Diagnose metastasierter Brustkrebs einen enormen Einschnitt in ihr Leben“, fasste Petra Krebs, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Baden-Württemberg zusammen. „Wir brauchen einen besonders sensiblen Umgang mit diesen Frauen und etablierte Strukturen für die bestmögliche medizinische und psychoonkologische Versorgung.“ Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei die Beratung über Selbsthilfeverbände ein: „Die meisten Frauen, die zu uns in die Beratung kommen, wünschen sich auch mit Metastasen ein selbstbestimmtes und weitestgehend beschwerdefreies Leben“, berichtet Renate Haidinger, Vorstand und Gründerin des Vereins Brustkrebs Deutschland e.V. Der Verein setzt sich dafür ein, ein größeres Bewusstsein und Verständnis für die Bedürfnisse von Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs zu schaffen. „Ein regelmäßiger interdisziplinärer Austausch und die partnerschaftliche Zusammenarbeit fördern nicht nur den medizinischen Fortschritt, sondern bringen ihn auch zu den Patientinnen in die Praxis“, ist Renate Haidinger überzeugt.

Ähnlich äußert sich Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden e.V.. Der Verein unterstützt eine Qualitätsoffensive zur Aufklärung und Früherkennung von Brustkrebs und sieht großen Handlungsbedarf bei Frauen in der metastasierten Situation: „Vernetzte Strukturen, die diesen Frauen den Austausch untereinander ermöglichen und Antworten auf ihre Fragen geben, sind eine wichtige Voraussetzung für eine Behandlung auf Augenhöhe mit dem Arzt.“

Um eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen, zielt die Behandlung darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und belastende Symptome zu lindern. „Es gibt einen großen Bedarf an innovativen Therapien. Darüber hinaus ist es wichtig, dass alle Patientinnen nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin und leitliniengerecht behandelt werden“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm. Vielversprechende Krebsmedikamente befinden sich derzeit in der Entwicklungsphase und werden in klinischen Studien getestet.

Petra Krebs, MdL, Sprecherin für Gesundheits-, Senior*innen- und Pflegepolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Baden-Württemberg
Prof. Dr. Wolfgang Janni, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm: „Es gibt einen großen Bedarf an innovativen Therapien".

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